Chronologische Abfolge des Unfalls von Armando F. (16.04.1987)

Quelle: Pressestelle Staatsanwaltschaft Potsdam [link]


Tagesverlauf und Arbeitsalltag

  • Armando F. absolvierte am 16.04.1987 die Frühschicht im IFA-Werk in Ludwigsfelde[cite: 5, 7].
  • Laut Aussage eines Arbeitskollegen war Armando F. üblicherweise mit dem Fahrrad unterwegs[cite: 7].
  • In der offiziellen Unfallakte finden sich jedoch keine Angaben zu einem am Unfallort aufgefundenen Fahrrad[cite: 7].

Abendstunden: Rückkehr und letzte Sichtungen

  • Gegen 20:50 Uhr: Armando F. trifft mit dem Zug aus Potsdam am Bahnhof Genshagener Heide ein[cite: 8, 9, 10].
  • Dort trifft er auf den Zeugen S.; beide nutzen gemeinsam den Bus von der Genshagener Heide nach Ludwigsfelde[cite: 9, 11].
  • Ankunft in Ludwigsfelde: Beide verlassen den Bus an der Haltestelle "Hochhaus" und gehen zu Fuß weiter in Richtung der Arbeitnehmerunterkunft[cite: 12].
  • 21:10 – 21:15 Uhr: An der Kreuzung auf Höhe des Volkspolizei-Reviers (VP-Revier) trennen sich die Wege[cite: 13].
  • Der Zeuge S. biegt in Richtung der Unterkunft in der Fichtestraße ab[cite: 14].
  • Armando F. geht alleine weiter in Richtung der Autobahnbrücke und äußert dabei die Absicht, noch das Klubhaus besuchen zu wollen[cite: 16, 17].

Die ungeklärte Zeitspanne (21:15 – 22:00 Uhr)

  • Trotz seiner Ankündigung war Armando F. laut Aussagen zweier Kellnerinnen an diesem Abend nicht im Klubhaus[cite: 18, 19].
  • Es existieren keine Informationen darüber, wo sich Armando F. in diesem Zeitraum aufhielt[cite: 20].
  • Es fehlen Angaben dazu, wo und wann er Alkohol konsumierte; sein Blutalkoholgehalt lag bei der späteren Untersuchung bei 3,0–3,6 mg/g[cite: 21, 57].
  • Es ist nicht dokumentiert, wie Armando F. auf den Mittelstreifen der Autobahn gelangte[cite: 22].
  • Hinweise auf eine Verfolgung oder Flucht liegen laut Akte nicht vor; Ermittlungen in diese Richtung wurden nicht angestellt[cite: 22, 23].

Unfallgeschehen auf der Autobahn

  • Gegen 22:00 Uhr: Ein Fahrer steuert seinen Trabant (Kennzeichen FJ 29-88) aus Richtung Potsdam kommend in Richtung Berlin[cite: 25, 26].
  • Die Fahrgeschwindigkeit beträgt ca. 80 km/h; wegen Gegenverkehrs ist das Abblendlicht eingeschaltet[cite: 27].
  • In einer Entfernung von etwa 30 bis 40 Metern nimmt der Fahrer Armando F. wahr, wie dieser vom Mittelstreifen kommend die linke Fahrbahnseite betritt[cite: 27].
  • Der Fahrer drosselt die Geschwindigkeit auf ca. 60 km/h[cite: 29].
  • Armando F. bleibt zunächst auf der linken Fahrbahn stehen, springt dann jedoch laut Zeugenaussage direkt auf den PKW zu, als dieser auf gleicher Höhe ist[cite: 30, 31].
  • Trotz eines starken Ausweichmanövers nach rechts und einer Vollbremsung kollidiert Armando F. vorn links mit dem Fahrzeug und wird auf die Fahrbahn geschleudert[cite: 32, 33].
  • Unfallort: Nahe Kilometerstein 78,2 auf der Fahrbahnmitte, kurz vor einer Autobahnbrücke[cite: 34].

Ereignisse nach der Kollision

  • Das Fahrzeug kommt am rechten Fahrbahnrand zum Stehen[cite: 39, 41].
  • Der Fahrer und die Mitfahrer finden Armando F. leblos auf der Fahrbahnmitte vor[cite: 42, 43].
  • Ein zufällig anwesender Arzt stellt unmittelbar darauf den Tod von Armando F. fest[cite: 45].
  • Am PKW entstehen erhebliche Schäden: Die Frontscheibe ist zertrümmert, das Dach vorn links, der Kotflügel, die Stoßstange sowie das Scheinwerferglas sind beschädigt[cite: 46, 47, 48, 50, 51, 52].
  • Nach der Unfallaufnahme konnte der Fahrer seine Fahrt selbstständig fortsetzen[cite: 53, 54, 55].